Einer von hier - für uns

Neustadter Marc Weigel kandidiert als Oberbürgermeister

Marc Weigel ist ab 01.01.2018 der neue Oberbürgermeister Neustadts. Der Vorsitzende der Freien Wähler (FWG) ist ein Stadtchef, wie ihn sich viele Neustadter wünschen: heimatverbunden, sympathisch, integer. Er steht mit beiden Beinen fest auf der Erde. Er ist einer von hier. Und er weiß genau, wo in der Stadt und ihren Weindörfern der Schuh drückt.

„Sobald ich den Haardtrand und dann das Hambacher Schloss sehe, weiß ich, ich bin wieder daheim. Neustadt an der Weinstraße ist meine Heimat, hier sind meine Wurzeln“, erzählt der 38-jährige.

Er schätzt die Schönheit und Lebensqualität seiner Stadt, gleichzeitig beklagt er aber mit vielen Neustadtern das ungenutzte Potenzial, das seit Jahren brachliege. „Und das möchte ich als Oberbürgermeister ändern. In unserer Stadt ist noch viel mehr machbar!“, sagt Weigel.

Dass er weiß, wovon er spricht, macht ein Blick auf sein politisches Engagement der vergangenen Jahre deutlich: Marc Weigel ist seit 1994 Mitglied der FWG, mit zwanzig Jahren wählten ihn die Bürger in den Stadtrat. Von 2009 bis 2014 war er ehrenamtlicher Beigeordneter und Kulturdezernent der Stadt Neustadt, bevor es zum Ausstieg der Freien Wähler aus der Koalition mit der CDU kam. „Wir konnten und wollten nicht mehr alles mittragen“, sagt er im Rückblick. „Leider fehlte unserem Koalitionspartner die Einsicht, dass es in Neustadt nicht mehr gut läuft und wir den Problemen und Herausforderungen aktiver entgegentreten müssen. Aber es sollte in der Politik nicht immer nur um Machterhalt oder Posten gehen.“ Dieses Credo hat die FWG vorgelebt und bildet seitdem eine aktive Opposition. Marc Weigel gab sein Amt aber auch mit Wehmut auf. Ohne Zweifel hat er als Kulturdezernent sichtbare Spuren hinterlassen und das städtische Angebot ausgebaut, die Kulturszene besser vernetzt und neue Akzente gesetzt.

150 Veranstaltungen an 9 Tagen - Als Kulturdezernent rief Marc Weigel in 2013 das erste Neustadter Kulturfest ins Leben.

Beispielsweise waren die Einrichtung eines Neustadter Kultursommers und das erste Neustadter Kulturfest 2013 seine Idee und seine wichtigsten Projekte. Nie zuvor gab es mehr Veranstaltungen und nie zuvor besuchten mehr Menschen die Kulturangebote der Stadt als während seiner Amtszeit.

Viele Neustadter erinnern sich daran: Mehr als 100.000 Menschen wollten Kunst und Kultur hautnah erleben. Zum ersten Mal holte Weigel alle kulturschaffenden Gruppen und Vereine, viele Unternehmen, Verbände und auch alle Glaubensgemeinschaften an einen Tisch. Das Ergebnis: 150 Veranstaltungen in neun Tagen und ein Wir-Gefühl, das lange nachhallte.

Zwei Jahre hat er auf das Kulturfest hingearbeitet. So mussten nicht nur alle Beteiligten vernetzt werden, sondern auch Sponsoren her. Fürs Klinken putzen war er sich schon damals nicht zu schade. Es hat sich gelohnt, denn es war ein wunderbares Fest, durch das sich die Neustadter Kulturszene auch besser kennenlernen konnte.

Führung über den Neustadter Hauptfriedhof

Der studierte Germanist bringt sich aber auch selbst aktiv kulturell in Neustadt ein. Neben verschiedenen Vorträgen gestaltet er auch eine eigene Führung über den Neustadter Hauptfriedhof. Der von ihm im Rahmen seines Friedhofskulturtages entwickelte „Spaziergang durch die Neustadter Stadtgeschichte“ erfreut sich großer Beliebtheit.

Geboren ist Marc Weigel in Duttweiler. Seinen Heimatort liebt er und verbindet damit viele positive Erinnerungen: „Es war einfach schön, als Kind in Duttweiler aufzuwachsen. Gerade in dieser Jahreszeit denke ich oft an die Weinlese mit meiner Familie und auch an die unbeschwerte Zeit im Schwimmbad oder in den Vereinen, die mir vieles mitgegeben haben.“ Als er gebeten wurde, sich jetzt im 1050. Jubiläumsjahr der Aufarbeitung der Ortschronik anzunehmen, hat er nicht lange überlegt. Mit seiner Arbeit zur Ortsgeschichte hat er die Jubiläumsausstellung in der Villa Böhm flankiert und wird darüber auch einen Aufsatz veröffentlichen.

Vor seinem Amtsantritt war Marc Weigel Oberstudienrat am Leibniz-Gymnasium in Neustadt und war damit einmal mehr zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Denn hier war er Schüler, einige Jahre sogar Schulsprecher. Als er vor acht Jahren nach dem Studium und seinem Referendariat in Heidelberg eigentlich eine Stelle in Karlsruhe antreten wollte, bemühte sich seine alte Schule um ihn. Heute unterrichtet er die Fächer Deutsch, Sozialkunde und Ethik. Auch in seiner Arbeitsgemeinschaft Politik und einem sehr erfolgreichen Debattierclub versucht er Schülern ab der 9. Klasse etwas von seiner Leidenschaft weiterzugeben. Seine Schüler wissen, dass er auch nach dem Gong zur Pause ein offenes Ohr für ihre Probleme hat. Wenn er von seiner Arbeit spricht, schwärmt er: „Für mich ist es ein absolut schöner und abwechslungsreicher Beruf. Ich bin sehr gerne Lehrer.“

Treffen mit Freunden aus der chinesischen Partnerstadt Quanzhou

Er ist ein Mann der Tat, der sich nicht von einem Problem blockieren lässt, sondern immer die Lösung im Dialog sucht. Sein Gespür für Menschen wird über die Parteigrenzen hinaus geschätzt. Offen auf Menschen zugehen zu können – diese Eigenschaft hilft ihm auch bei einem anderen „Nebenjob“: Er ist Koordinator des Jugendaustauschs zwischen den Partnerstädten Neustadt an der Weinstraße und dem chinesischen Quanzhou. Eine Erfahrung, die Weigels Einschätzung nach nicht nur den Schülern sehr lange im Gedächtnis bleiben wird: „Das ist kein Pauschalurlaub am anderen Ende der Welt. Die Schüler leben in Gastfamilien, sind völlig in das Leben dort integriert und lernen wirklich etwas über Land und Leute. Auch unserer Städtepartnerschaft tut das gut, weil es sie mit Leben füllt. Sie steht dann nicht nur auf dem Straßenschild der Stadt einfahrt.“

Aktuell ist Marc Weigel Mitglied in einigen städtischen Gremien und führt den rund 400 Mitglieder starken Verein der Neustadter Freien Wähler. Er engagiert sich unter anderem im Hauptausschuss, im Kulturausschuss und im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft. Seit sechs Jahren bringt er seine Erfahrungen und Kenntnisse auch in den Ausschuss für Kunst, Kultur, pfälzische Geschichte und Volkskunde des Bezirkstages Pfalz ein. Bleibt bei all diesem Engagement denn noch Zeit fürs Privatleben? Marc Weigel lacht und versichert: „Meine Partnerin trägt das alles mit und steht voll und ganz hinter mir!“

Durch seine Mitgliedschaft in vielen Neustadter Vereinen ist Weigel äußerst gut vernetzt. Er hat seine Augen und Ohren offen für die Dinge, die die Bürger bewegen. Er kennt seine Stadt und die Menschen dort kennen ihn, einen Pfälzer mit Leib und Seele. Weigel spricht wie einer von hier, und das ganz bewusst: Jeder kann und darf hören, wo er herkommt.

Die Kommunalwahl 2014 war für seine Freien Wähler der größte Erfolg ihrer über 100-jährigen Geschichte. Marc Weigel hat daran großen Anteil. Viele wollen ihn als Oberbürgermeister. Er hat sich früh erklärt, den Versuch wagen zu wollen. Da er weiß, was er will, hat er sich gegen das Taktieren entschieden. Seine Ziel ist ein lebendiges, zukunftsfähiges und attraktives Neustadt. Bis zur Wahl ist noch etwas Zeit: „Ich werde die kommenden Monate nutzen, um mit den Menschen zu sprechen und vor allem gut zuzuhören.“ Wer ihn ein-mal erlebt hat, merkt schnell: Ein aggressiver Wahlkampf ist nicht seine Sache: „Ich will mich sachlich mit den Problemen unserer Stadt auseinandersetzen und werde sagen, was ich besser machen möchte. Was Neustadt in den letzten Jahren erlebte, hat es nicht verdient. Ich will das ändern!“

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